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Die kindliche Sprachentwicklung

Erfahren Sie wie sich die Sprache Ihres Kindes mit den Lebensjahren entwickelt.


0-5 Monate

  • Schreien als Bedürfnisausdruck.
  • Ab ca. 2 Monaten 1. Lallphase: Kind produziert Gurrlaute, die später nicht mehr vorkommen
    (auch bei Gehörlosen Kindern).

Ab ca. 6 Monaten

  • 2. Lallphase: Das Kind ahmt zunehmend Laute nach, bildet Silbenketten (ma-ma-ma), dreht den Kopf in Richtung Geräuschquelle.

1-1 12 Jahre

  • Das Kind verwendet nach Mama oder Papa ca. 2- 10 Wörter, meist in „Kindersprache“, für konkrete Dinge aus seiner Umgebung.
  • Bewusster Einsatz von Sprachlauten und Wörtern für Fragen, Bitten, Ansprechen von Personen.
  • Verstehen einfacher Sätze mit Hilfe von Mimik, Gestik und Stimmlage.
  • 1 12 - 2 Jahre
  • Mit ca. 18 Monaten: aktiver Wortschatz von 50 bis 200 Wörtern
  • Erste Zweiwortäußerungen: „Ball da“, „Nane essen“
  • Erstes Fragealter durch Satzmelodie: „Mama is“
  • Laute: m, p, d, t, n
  • Das Kind versteht ca. 200 Wörter und einfache Aufforderungen: „Hol den Teddy!“

2-2 12 Jahre

  • Nach Erreichen der Schwelle von 50 Wörtern rascher Anstieg des aktiven Wortschatzes auf 2- 3 Wörter pro Tag.
  • Das Kind kann nun Körperteile benennen.
  • Erweiterte Satzkonstruktionen: „Mama auch pieln.“
  • Noch „falsche“ Wortstellung: „Papa Auto fahren.“
  • Erster Gebrauch der Ich- Form.
  • Viele Wortneuschöpfungen: „Hopser“ für Kaninchen
  • Laute: f, w, l
  • Sprachverständnis ist wesentlich weiter entwickelt als der aktive Wortschatz.
  • Das Kind versteht einfache Präpositionen (Verhältniswörter) wie auf, unter.

2 12 - 3 Jahren

  • Korrekte Hauptsatz- Wortstellung: „Gleich fährt er los…“
  • Mehrwortäußerungen (3 Wörter und mehr)
  • Laute: k, g, ch (Dach), r
  • Häufiges Ersetzen von sch: „Schal“- „Sal“
  • Das Kind kann auch längere Aufforderungen verstehen und ausführen.

3- 4 Jahre

  • Verwendung von Nebensätzen, erst oft mit „und dann“, später mit „weil, deshalb usw.“
  • Benutzung einiger Präpositionen (auf, unter etc.)
  • 2. Fragealter (Warum?, Wie?, Wer?)
  • K wird nicht mehr durch t ersetzt.
  • Bildung von Lautverbindungen wie fr, kl, bl, br, gl, gr
  • Das Kind unterscheidet Zeitbegriffe wie „morgen“ oder „gestern“ und versteht Gegensätze und Vergleiche (groß, größer)
  • Es kann Farben zuordnen, hört Geschichten zu und versteht Zusammenhänge (auch mit Hilfe von Bildern).

4-5 Jahre

  • Das Kind bildet längere Satzgefüge, erzählt ganze Geschichten nach, benutzt abstrakte Begriffe wie „Freude“ und verwendet korrekte Mehrzahlformen.
  • Korrekte Beherrschung aller laute (eventuell bis auf s und sch)
  • Evtl. Entwicklungsbedinge Sprechunflüssigkeiten: „Da da da war ich…“
  • Beginn der Phonologischen Bewusstheit als Vorläuferfunktion für den Schriftspracherwerb: Das Vorschulkind findet Reime, kann Silben klatschen („Schmet-ter-ling“), später erkennt es Anlaute („Was hört man am Anfang von Affe?“).
  • Das Kind versteht auch schwierige Satzkonstruktionen wie: „Die Puppe wird von dem Mädchen gebadet.“


Alle zeitlichen Angaben sind nur allgemeine Richtwerte, individuelle Abweichungen sind normal. Bei großen Abweichungen von 6 bis 12 Monaten sollte eine Logopädin aufgesucht werden. In diesem Zusammenhang sollte auch immer eine Überprüfung des Gehörs veranlasst werden. Informieren Sie sich zuerst bei Ihrem Kinderarzt.



„Sprache verbindet“ – Vielen Dank! Auf diesem Weg möchte ich mich bei allen herzlichst bedanken, die mich in meinem 1. Jahr unterstützt haben. Ich danke Ihnen für Ihr Vertrauen und Ihre Mitarbeit! Ein besonderer Dank gilt meiner Familie und meinen Freunden, die mich ermutigt haben, diesen Schritt zu wagen. Ich blicke glücklich in die Zukunft und freue mich Sie in meiner Praxis begrüßen zu dürfen!

Anne Glanz